Erben Deutschland

Wie viel nimmt das Finanzamt von einer Erbschaft?

Der Freibetrag hängt davon ab, wer du für die verstorbene Person warst, und der Steuersatz gilt für den gesamten Erwerb statt nur für einen Teil davon – das Überschreiten einer Wertgrenze würde also Tausende kosten, und eine Vorschrift, die fast kein Rechner umsetzt, verhindert genau das.

Was vererbt wird und an wen

Alles hier gilt pro erbender Person, nicht pro Nachlass: Jede Person hat ihren eigenen Freibetrag und ihren eigenen Steuersatz.
Hausrat und persönliche Gegenstände
Ein mitübergehendes Familienheim
Frühere Schenkungen innerhalb der zehn Jahre
Kosten und der Versorgungsfreibetrag

Erbschaftsteuer auf diesen Erwerb

57.750 € 7 % des Erwerbs · Steuerklasse I mit 15 %
Persönlicher Freibetrag400.000 €für diesen Verwandtschaftsgrad, alle 10 Jahre erneut
Versorgungsfreibetrag0 €§ 17, für Ehepartner und Kinder unter 27
Steuerfreier Hausrat und Kosten25.000 €zuzüglich 15.000 € Bestattungs- und Nachlasskosten
Steuerpflichtiger Erwerb385.000 €nach allen oben genannten Freibeträgen
Die nächsten 100 Euro kosten15 €beim Steuersatz dieser Wertstufe: 15 %
Der Freibetrag lebt alle 10 Jahre neu auf400.000 €§ 14 ErbStG rechnet alle Erwerbe innerhalb dieses Zeitraums zusammen und rechnet die bereits festgesetzte Steuer an. Eine geplante Aufteilung wird deshalb aus den Daten und Beträgen der tatsächlichen Schenkungen berechnet – nicht aus dieser einen Zahl.
Die Steuer bei verschiedenen Erwerbshöhen
Was tatsächlich erhoben wirdDer Steuersatz der Wertstufe auf den vollen Betrag
Die Stufen sind die Wertgrenzen. Die untere Linie ist das, was nach dem Härteausgleich tatsächlich zu zahlen bleibt.
Die Wertstufen der Steuerklasse I
BisSatz
75.000 €7 %
300.000 €11 %
600.000 €15 %
6.000.000 €19 %
13.000.000 €23 %
26.000.000 €27 %
und darüber30 %

Verbindlich rechnet das Finanzamt – diese Seite nicht.

Immer nur eine erbende Person, und nur das, was diese Rechnung erfassen kann. Betriebsvermögen, land- und forstwirtschaftliches Vermögen und Unternehmensanteile haben eigene Verschonungsregeln, die den Großteil der Steuer beseitigen können – und ein Testament kann ändern, wer als was gilt.

Welche Frage das beantwortet

Warum derselbe Nachlass zwei Menschen völlig unterschiedlich viel kostet

Der Verwandtschaftsgrad bestimmt sowohl den Freibetrag als auch die Steuerklasse. Ein Kind erhält 400.000 € steuerfrei und zahlt danach ab sieben Prozent; eine unverheiratete Partnerin erhält 20.000 € und zahlt ab dreißig. Nichts anderes auf dieser Seite verschiebt das Ergebnis so weit.

Die Vorschrift, die niemand umsetzt

Ein Euro über einer Wertgrenze kostet keine Tausende

Der Steuersatz gilt für den gesamten Erwerb, das Überschreiten einer Wertstufe wäre also eine Klippe. § 19 Abs. 3 holt sich den Sprung stattdessen aus der Hälfte des übersteigenden Betrags – oberhalb von dreißig Prozent aus drei Vierteln davon. Deshalb verläuft die Linie im Diagramm glatt, wo es der Steuersatz allein nicht täte.

Was man früh tun sollte

Der Freibetrag entsteht alle zehn Jahre neu

Das ist die gesamte deutsche Schenkungsplanung in einem Satz. Dasselbe Vermögen in zwei Schritten im Abstand von zehn Jahren übertragen nutzt den Freibetrag zweimal – und bei vielen Familien beseitigt das die Steuer, statt sie nur zu senken.