Betriebliche Altersvorsorge als Mechanismus Deutschland

Wie funktioniert Entgeltumwandlung in eine Betriebsrente?

Jede angestellte Person hat das Recht, einen Teil des Gehalts in einen Vorsorgevertrag umzuwandeln. Diese Seite beschreibt, was das bewirkt, in beide Richtungen.

Kurzantwort

Du verzichtest auf einen Teil deines Bruttogehalts, und dein Arbeitgeber zahlt ihn in eine begünstigte Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds ein. 2026 sind die ersten 4.056 Euro im Jahr frei von Steuern und Sozialabgaben, ein weiterer Betrag bis 8.112 Euro ist nur steuerfrei. Im Ruhestand wird die Auszahlung voll besteuert und kann bei pflichtversicherten Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung Kranken- und Pflegebeiträge auslösen, für die unterschiedliche Freibetrags- und Freigrenzenregeln gelten.
Im Jahr 2026LohnsteuerfreiSozialabgabenfrei
Bis 4.056 Euro im JahrJaJa
Von 4.056 bis 8.112 EuroJaNein
Über 8.112 EuroNeinNein

Vier und acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, die für die genannten Durchführungswege jeden Januar neu festgesetzt wird. Die spätere steuerliche und kranken-/pflegeversicherungsrechtliche Behandlung hängt von der Auszahlung und dem Versicherungsstatus ab, nicht davon, aus welcher Beitragszeile sie stammt.

Beim Einzahlen

Umgewandeltes Entgelt bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze – 4.056 Euro im Jahr 2026 – kann steuer- und sozialabgabenfrei sein. Weitere vier Prozent, also insgesamt 8.112 Euro, können allein steuerfrei sein. Diese Grenzen von 8 und 4 Prozent gelten für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds; andere Durchführungswege können anderen Regeln folgen. Der Anspruch auf Entgeltumwandlung selbst ist auf 4 Prozent begrenzt.

Soweit die Umwandlung dem Arbeitgeber tatsächlich Sozialabgaben spart, beträgt der gesetzliche Zuschuss 15 Prozent des umgewandelten Betrags, höchstens jedoch die Ersparnis des Arbeitgebers. Viele Arbeitgeber zahlen mehr; manche Zusagen finanziert der Arbeitgeber vollständig, was eine andere Gestaltung ist als die hier beschriebene.

Beim Auszahlen

Die Auszahlung wird voll als Einkommen versteuert. Zusätzlich trägt sie Kranken- und Pflegebeiträge zum vollen Satz, also beide Hälften, anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Rentenversicherung die Hälfte des Krankenbeitrags übernimmt.

Für die Krankenversicherung gibt es einen Freibetrag: 2026 sind die ersten 197,75 Euro monatlicher begünstigter Betriebsrente beitragsfrei. Die Pflegeversicherung nutzt stattdessen eine Freigrenze: Wird sie überschritten, fallen Pflegebeiträge auf den vollen begünstigten Betrag an, nicht nur auf den übersteigenden Teil.

Der Teil, der nicht auf der Gehaltsabrechnung steht

Umgewandeltes Entgelt ist Entgelt, das du nicht erhalten hast, also wurden darauf keine Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Das senkt deine Entgeltpunkte und damit die gesetzliche Rente, auf der die Umwandlung aufsetzt.

Dasselbe gilt für alles andere, was sich während des Arbeitslebens aus dem Bruttoentgelt berechnet: Arbeitslosengeld, Krankengeld und Elterngeld bemessen sich an einer kleineren Zahl.

Was diese Seite dir nicht sagt

Betriebliche Zusagen unterscheiden sich in der Form, darin wer das Anlagerisiko trägt, was bei einem Arbeitgeberwechsel passiert und was der Arbeitgeber beisteuert. Diese Bedingungen entscheiden über das Ergebnis und hängen an der Zusage deines Arbeitgebers.